Fachkundige Stellungnahme: Was geprüft wird – und welche Unterlagen wirklich tragen.
Für den Gründungszuschuss muss eine fachkundige Stelle die Tragfähigkeit Ihres Vorhabens beurteilen. Dafür reicht kein Formular allein. Businessplan, Finanzplanung, Eignung und Nachweise müssen ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Wir zeigen transparent, wie die Prüfung funktioniert, welche Lücken häufig auftreten und wie Sie vollständige Unterlagen einreichen.

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Versprechen
Was eine fachkundige Stellungnahme ist – und was sie nicht ist.
Die Stellungnahme ist eine fachliche Beurteilung auf Grundlage Ihrer Unterlagen. Sie ersetzt weder den Businessplan noch die Entscheidung der Agentur für Arbeit.
Eine dokumentierte Tragfähigkeitsprüfung
- Prüfung, ob die erforderlichen Unterlagen vorliegen
- Beurteilung Ihrer fachlichen und unternehmerischen Voraussetzungen
- Plausibilitätsprüfung von Markt, Umsatz, Kapitalbedarf und Ergebnis
- Einschätzung, ob das erwartete Einkommen eine ausreichende Lebensgrundlage bieten kann
- zusammenfassende Beurteilung im vorgesehenen Vordruck
Keine automatische Förderzusage
- keine Bewilligung des Gründungszuschusses
- keine Garantie für eine positive Entscheidung der Agentur
- kein Ersatz für einen vollständigen Business- und Finanzplan
- keine Steuer-, Rechts- oder Kreditberatung
- keine positive Bescheinigung, wenn wesentliche Annahmen nicht plausibel sind
Stellungnahme zur Tragfähigkeit
Der amtliche Vordruck macht aus „gute Idee“ konkrete Prüffragen.
Die Bundesagentur für Arbeit verlangt für den Gründungszuschuss eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit der Existenzgründung. Rechtsgrundlage ist § 93 Absatz 2 Nummer 2 SGB III. Die fachkundige Stelle beurteilt das Vorhaben nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen und auf Grundlage Ihrer Angaben.
Der aktuelle Vordruck fragt nicht nur nach einem Businessplan. Er verbindet Ihre Person, Zulassungsvoraussetzungen, Wettbewerbsfähigkeit, Umsatz, Betriebsergebnis, Kapitalbedarf und die Frage, ob aus der Selbstständigkeit voraussichtlich eine ausreichende Lebensgrundlage entstehen kann.
Sprechen Sie vor der Gründung und vor verbindlichen Schritten mit Ihrer Vermittlungsfachkraft. Der Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung; auch eine positive Stellungnahme begründet keinen Rechtsanspruch.
Vier Unterlagenblöcke müssen zusammenpassen.
Eine vollständige Dateiablage ist noch keine tragfähige Planung. Entscheidend sind nachvollziehbare Verbindungen zwischen Person, Konzept, Zahlen und Belegen.
Gründerperson
Zeigt, warum Sie das Vorhaben fachlich und unternehmerisch umsetzen können.
- Lebenslauf
- Zeugnisse und Qualifikationen
- Branchenerfahrung
- gegebenenfalls Genehmigungen
Geschäftskonzept
Erklärt Angebot, Zielgruppe, Markt, Wettbewerb, Vertrieb und Organisation.
- aussagefähiger Businessplan
- Markt- und Wettbewerbsbelege
- Preis- und Vertriebslogik
- Chancen und Risiken
Finanzplanung
Leitet Wirtschaftlichkeit und Zahlungsfähigkeit aus prüfbaren Annahmen ab.
- Kapitalbedarfsplan
- Finanzierungsplan
- Umsatz- und Rentabilitätsvorschau
- monatliche Liquiditätsplanung
Nachweise
Stützen Angaben, die sonst nur Behauptungen wären.
- Angebote für Investitionen
- Preis- und Kostenbelege
- gegebenenfalls Vorverträge
- Begründung früherer Geschäftsaufgabe
Angebot, Zielgruppe, Markt, Wettbewerb, Vertrieb, Organisation und Risiken sind konkret beschrieben.
Menge, Preis, Auslastung und Anlaufphase sind begründet – nicht nur geschätzt.
Investitionen, Vorlaufkosten, Betriebsmittel und Liquiditätspuffer sind berücksichtigt.
Ein- und Auszahlungszeitpunkte sind für die Startphase sichtbar.
Private Kosten, Krankenversicherung, Steuern und Rücklagen sind realistisch eingeordnet.
Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate und branchenspezifische Erfahrung liegen vor.
Erforderliche Konzessionen, Eintragungen oder Berufszulassungen sind identifiziert.
Preise, Kapazitäten, Personal, Kosten und Umsätze erzählen in Text und Zahlen dieselbe Geschichte.
Was hinter der Ampel „tragfähig“ steckt.
Plausibilität des Marktes
Zielgruppe und Wettbewerb müssen zum erreichbaren Markt passen. Allgemeine Branchenzahlen reichen nicht, wenn daraus keine konkrete Nachfrage für Ihr Angebot abgeleitet wird.
Plausibilität der Umsätze
Umsatz entsteht aus Kundenanzahl, Preis, Häufigkeit, Kapazität und Anlaufzeit. Die Werte müssen zu Vertrieb, Arbeitszeit und Marktannahmen passen.
Plausibilität der Wirtschaftlichkeit
Variable und fixe Kosten, private Absicherung und Steuern dürfen nicht so niedrig angesetzt werden, dass das Ergebnis nur auf dem Papier funktioniert.
Plausibilität der Finanzierung
Kapitalbedarf, Eigenmittel, Fremdmittel und Liquiditätspuffer müssen ausreichen, um Investitionen und eine langsamere Startphase zu überstehen.

Tragfähigkeit sieht je nach Branche unterschiedlich aus.
Der amtliche Vordruck ist gleich, aber die Belege dahinter unterscheiden sich. Eine seriöse Prüfung muss die wirtschaftliche Mechanik des konkreten Vorhabens verstehen.
Kapazität und Akquise müssen zusammenpassen.
Bei selbstständigen Dienstleistungen entstehen Umsätze meistens aus verfügbarer Arbeitszeit, Auslastung und durchschnittlichem Honorar. Die Prüfung fragt deshalb nicht nur nach der Zahl potenzieller Kunden. Sie muss erkennen können, wie aus Kontakten Gespräche, Angebote und Aufträge werden und wie viel abrechenbare Zeit nach Akquise, Verwaltung und Weiterbildung übrig bleibt.
Wichtige Nachweise: konkrete Leistungspakete und Preise, erste Anfragen oder Referenzen, realistische Vertriebsaktivitäten, geplante Auslastung und eine Anlaufkurve statt sofortiger Vollauslastung. Bei hoher Abhängigkeit von wenigen Auftraggebern sollte außerdem erklärt werden, wie das Klumpenrisiko reduziert wird.
Hoher Umsatz allein beweist keine Tragfähigkeit.
Im Handel sind Wareneinsatz, Rohertrag, Lagerbestand, Retouren, Versand, Marktplatzgebühren und Werbekosten zentral. Eine Umsatzplanung kann beeindruckend aussehen und trotzdem zu wenig Ergebnis oder Liquidität liefern. Besonders kritisch ist die Vorfinanzierung: Ware wird häufig bezahlt, bevor die Verkaufserlöse tatsächlich verfügbar sind.
Wichtige Nachweise: Lieferantenangebote, Einkaufskonditionen, realistische Verkaufspreise, Margen je Produktgruppe, Retouren- und Gebührenannahmen sowie eine Liquiditätsplanung, die Warenaufbau und Zahlungsziele abbildet. Plattformabhängigkeiten und saisonale Schwankungen sollten als Risiko sichtbar sein.
Standort, Einzugsgebiet und operative Umsetzung zählen.
Bei einem lokalen oder handwerklichen Betrieb werden Nachfrage und Kapazität durch Einzugsgebiet, Fahrzeiten, Öffnungszeiten, Personal und verfügbare Arbeitsstunden begrenzt. Eine große bundesweite Branchenzahl sagt wenig über den erreichbaren Markt vor Ort. Gleichzeitig können Fahrzeug, Werkzeuge, Räume oder Material den Kapitalbedarf deutlich erhöhen.
Wichtige Nachweise: regionale Wettbewerbs- und Preisrecherche, Standort- oder Einsatzgebiet, Angebote für größere Investitionen, erforderliche Eintragungen und Qualifikationen sowie eine nachvollziehbare Auftrags- und Stundenplanung. Bei Saisonabhängigkeit sollte ein schwächeres Monatsszenario enthalten sein.
Auslastung, Wareneinsatz und Personal sind eng verbunden.
Hier reicht eine attraktive Idee nicht aus. Sitzplätze, Öffnungstage, Durchschnittsbon, Tischumschlag, Wareneinsatz, Personalbedarf und Standortkosten bestimmen gemeinsam die Wirtschaftlichkeit. Bereits kleine Abweichungen bei Frequenz oder Wareneinsatz können das Ergebnis stark verändern.
Wichtige Nachweise: Miet- und Umbaukosten, Ausstattung, Genehmigungen, Lieferantenpreise, Personaleinsatz, Kapazitätsrechnung und realistische Frequenzannahmen. Die Liquiditätsplanung sollte die Vorlaufzeit bis zur Eröffnung und einen Puffer für einen langsameren Start berücksichtigen.
Von der Unterlagenübergabe zur Stellungnahme.
Die fachliche Prüfung beginnt sinnvollerweise erst, wenn die wesentlichen Unterlagen vollständig vorliegen. Fehlende Angaben können die Bearbeitung verzögern oder eine belastbare Beurteilung verhindern.
Anlass klären
Prüfen Sie mit der Agentur für Arbeit, welches Formular und welche zusätzlichen Unterlagen in Ihrem Fall benötigt werden.
Unterlagen einreichen
Businessplan, Finanzplanung, Lebenslauf, Nachweise und gegebenenfalls Genehmigungen werden vollständig übermittelt.
Vollständigkeit prüfen
Es wird kontrolliert, ob die erforderlichen Unterlagen vorhanden und lesbar sind. Offene Punkte werden benannt.
Tragfähigkeit bewerten
Person, Markt, Umsatz, Ergebnis, Kapitalbedarf, Liquidität und Lebensgrundlage werden auf Plausibilität geprüft.
Stellungnahme erhalten
Bei tragfähigem Gesamtbild wird die Beurteilung erstellt. Danach reichen Sie sie zusammen mit den weiteren Unterlagen bei der Agentur ein.
Seriöse Prüfung bedeutet nicht automatisch „grün“.
Eine Stellungnahme hat nur dann Wert, wenn sie nicht vorab versprochen wird. Häufig sind Korrekturen möglich; manchmal ist das Geschäftsmodell in der aktuellen Form jedoch nicht ausreichend belegt.
Das Gesamtbild trägt.
Unterlagen sind vollständig, Annahmen nachvollziehbar und Zahlen miteinander verbunden. Die fachkundige Stelle kann auf dieser Grundlage eine positive zusammenfassende Beurteilung abgeben. Die Förderentscheidung bleibt dennoch bei der Agentur für Arbeit.
Die Idee kann tragen, aber Belege fehlen.
Typisch sind unklare Umsatzannahmen, fehlende Kosten, eine zu kurze Liquiditätsplanung oder Widersprüche zwischen Text und Finanzplan. Diese Punkte sollten vor Abschluss der Prüfung korrigiert und erneut eingereicht werden.
Wesentliche Risiken sind ungelöst.
Wenn selbst im realistischen Szenario keine ausreichende Lebensgrundlage entsteht, Kapital fehlt oder zentrale Zulassungen nicht erreichbar sind, wäre eine positive Bescheinigung fachlich nicht vertretbar. Dann sollte zuerst das Vorhaben angepasst werden.
Warum eine positive Stellungnahme mehr als gute Formulierungen braucht.
Der Businessplan muss die Zahlen erklären
Ein Finanzplan kann rechnerisch fehlerfrei sein und trotzdem auf unrealistischen Annahmen beruhen. Deshalb werden Zahlen nicht isoliert betrachtet. Wenn im Text nur regionale Empfehlungen als Vertriebskanal genannt werden, aber die Umsatzplanung ab dem ersten Monat hohe Neukundenzahlen voraussetzt, entsteht ein Widerspruch. Gleiches gilt, wenn ein Premium-Angebot beschrieben wird, aber Preise und Marketingbudget nicht zur Positionierung passen.
Eine belastbare Planung zeigt, wie aus Markt und Vertrieb konkrete Umsätze werden. Bei Dienstleistungen spielen verfügbare Arbeitsstunden, Auslastung und durchschnittlicher Auftragswert eine zentrale Rolle. Im Handel kommen Einkauf, Rohertrag, Warenbestand, Retouren und Vorfinanzierung hinzu. Gastronomie oder stationäre Konzepte benötigen zusätzlich Standort-, Kapazitäts- und Personallogik.
Tragfähigkeit ist nicht dasselbe wie sofortiger Gewinn
Viele Gründungen brauchen eine Anlaufphase. Das ist nicht automatisch ein Ausschlusskriterium. Entscheidend ist, ob diese Phase realistisch geplant und finanziert ist und ob das Vorhaben in absehbarer Zeit eine ausreichende wirtschaftliche Basis erreichen kann. Der amtliche Vordruck fragt ausdrücklich danach, ob eine ausreichende Lebensgrundlage erwartet werden kann.
Dafür müssen Rentabilität und Liquidität getrennt betrachtet werden. Ein positives Betriebsergebnis verhindert keinen Zahlungsengpass, wenn Kunden spät zahlen oder Investitionen vorfinanziert werden. Gleichzeitig muss die private Situation eingeordnet werden: Krankenversicherung, Lebenshaltung, Rücklagen und weitere Verpflichtungen beeinflussen, welches Einkommen tatsächlich benötigt wird.
Persönliche Eignung ist Teil der wirtschaftlichen Beurteilung
Die beste Marktchance reicht nicht, wenn entscheidende Qualifikationen oder Zulassungen fehlen. Der Vordruck fragt deshalb nach fachlicher, branchenspezifischer, kaufmännischer und unternehmerischer Eignung. Fehlende Kenntnisse müssen nicht zwingend das Ende der Gründung bedeuten. Sie sollten aber offen benannt und durch Weiterbildung, Partner, Mitarbeitende oder externe Fachleute ausgeglichen werden.
Bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten ist außerdem zu prüfen, ob Konzession, Kammer- oder Registereintrag, Berufszulassung oder weitere Nachweise rechtzeitig vorliegen können. Eine Stellungnahme kann ungeklärte rechtliche Voraussetzungen nicht ersetzen.
Die Stellungnahme gehört in einen größeren Förderablauf
Die positive Beurteilung ist ein wichtiger Bestandteil des Antrags auf Gründungszuschuss. Sie ersetzt aber weder das Gespräch mit der Vermittlungsfachkraft noch die weiteren Voraussetzungen. Nach Angaben der Bundesagentur müssen in der Regel Arbeitslosengeldbezug, mindestens 150 Tage Restanspruch zu Beginn der Selbstständigkeit, hauptberufliche Aufnahme und persönliche Eignung berücksichtigt werden. Die Förderung bleibt eine Ermessensleistung.
Wer noch keinen vollständigen Plan hat, sollte nicht versuchen, die Prüfung mit einer Vorlage zu überspringen. Sinnvoller ist es, zuerst den Businessplan und Finanzplan belastbar aufzubauen oder im passenden Fall die Möglichkeit eines AVGS-Gründungscoachings zu prüfen.
Wer kann fachkundig Stellung nehmen?
Die Bundesagentur nennt insbesondere Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, berufsständische Kammern sowie Fachverbände und Kreditinstitute. Je nach Qualifikation und Anerkennung können auch steuer- oder unternehmensberatende Berufe infrage kommen.
Welche Stelle für Ihr Vorhaben und Ihren konkreten Förderfall akzeptiert wird, sollten Sie im Zweifel vorab mit Ihrer Vermittlungsfachkraft klären.
IHK und HWK
Naheliegend bei gewerblichen beziehungsweise handwerklichen Gründungen und branchenspezifischen Voraussetzungen.
Berufsständische Kammern
Relevant bei reglementierten freien Berufen oder Tätigkeiten mit eigener Kammerstruktur.
Fachverbände
Können besondere Branchenkenntnis einbringen, sofern sie als fachkundige Stelle auftreten.
Kreditinstitute
Betrachten insbesondere Finanzierung, Kapitalbedarf und wirtschaftliche Plausibilität.
Steuerberatende Berufe
Können je nach Fall und Anerkennung betriebswirtschaftliche und finanzielle Aspekte beurteilen.
Unternehmensberatung
Kommt bei nachgewiesener fachlicher Eignung und Anerkennung für die konkrete Prüfung infrage.
Sie haben Businessplan und Finanzplanung bereits vorbereitet?
Dann können Sie die fachkundige Prüfung digital beauftragen. Halten Sie Businessplan, Finanzplan, Lebenslauf, Qualifikationsnachweise und gegebenenfalls Genehmigungen bereit. Im Checkout sehen Sie den aktuell gültigen Preis und den konkreten Leistungsumfang.
- digitale Prüfung bundesweit
- Rückmeldung bei fehlenden oder grob widersprüchlichen Unterlagen
- Stellungnahme auf Grundlage des geprüften Gesamtbilds
- keine positive Vorabzusage ohne Prüfung
Noch nicht prüfbereit?
Wenn Businessplan oder Zahlen noch Lücken haben, ist eine vorschnelle Beauftragung nicht sinnvoll. Nutzen Sie zuerst die Businessplan-Seite oder prüfen Sie, ob gefördertes Gründungscoaching grundsätzlich infrage kommt.
Businessplan vorbereiten
AVGS-Anspruchscheck starten
Gründungszuschuss einordnen
Antworten zur fachkundigen Stellungnahme.
Die Anforderungen können je nach Vorhaben und zuständiger Stelle variieren. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben in Ihrem Förderverfahren.
Brauche ich die Stellungnahme für den Gründungszuschuss?
Zum Nachweis der Tragfähigkeit ist eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle Bestandteil der Voraussetzungen nach § 93 Absatz 2 Nummer 2 SGB III. Welche zusätzlichen Unterlagen Ihre Agentur verlangt, klären Sie mit Ihrer Vermittlungsfachkraft.
Kann die Stellungnahme ohne Businessplan erstellt werden?
Eine fachliche Tragfähigkeitsprüfung benötigt eine aussagefähige Beschreibung des Vorhabens sowie Finanzunterlagen. Ein kurzer Ideentext reicht regelmäßig nicht, weil Markt, Umsatz, Kapitalbedarf, Ergebnis und Lebensgrundlage beurteilt werden müssen.
Welche Finanzunterlagen werden benötigt?
Der BA-Vordruck nennt Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan sowie Umsatz- und Rentabilitätsvorschau. Für eine belastbare Prüfung ist zusätzlich eine monatliche Liquiditätsplanung der Startphase sinnvoll.
Wie schnell wird die Stellungnahme erstellt?
Das hängt von Vollständigkeit, Plausibilität, Rückfragen und aktueller Auslastung ab. Verbindliche Zeitangaben sollten erst für vollständige Unterlagen bestätigt werden. Fehlende oder widersprüchliche Angaben verzögern die Prüfung.
Ist eine positive Stellungnahme garantiert?
Nein. Eine seriöse fachkundige Stelle kann das Ergebnis nicht vor Prüfung versprechen. Außerdem entscheidet die Agentur für Arbeit unabhängig und nach Ermessen über den Gründungszuschuss.
Kann ich Unterlagen nachbessern?
Wenn die Grundidee plausibel ist, können fehlende Belege oder nachvollziehbare Korrekturen häufig nachgereicht werden. Wesentliche wirtschaftliche Schwächen lassen sich jedoch nicht nur durch bessere Formulierungen beheben.
Ist die Stellungnahme dasselbe wie ein AVGS-Coaching?
Nein. Die Stellungnahme ist eine fachliche Prüfung. Im AVGS-Coaching kann – nach Bewilligung – das Geschäftsmodell gemeinsam entwickelt und der Businessplan vorbereitet werden. Über den AVGS entscheidet die zuständige Stelle.
Gilt das gleiche Verfahren beim Jobcenter?
Nicht zwingend. Für Einstiegsgeld oder Leistungen zur Eingliederung von Selbstständigen können andere Rechtsgrundlagen, Formulare und Abläufe gelten. Fragen Sie vorab nach den konkret geforderten Unterlagen.
Aktuelle Formulare und belastbare Aussagen statt Werbeversprechen.
Diese Seite dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Förderberatung. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben Ihrer Agentur für Arbeit beziehungsweise des zuständigen Jobcenters. Stand der redaktionellen Überarbeitung: 21. Juli 2026.
Reichen Sie nicht nur viele Dateien ein. Reichen Sie ein prüfbares Gesamtbild ein.
Wenn Businessplan, Finanzplanung und Nachweise vollständig sind, können Sie die Prüfung direkt beauftragen. Wenn noch Lücken bestehen, klären Sie zuerst, was überarbeitet werden muss.
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